Marianne Seger

Autor: Marianne Seger

 

 

 

 

Am Anfang jeder Behandlung steht die Diagnose, die die Ursachen für die vorliegende Halitosis klärt. Wichtig bei der Behandlung von Halitiosis ist, dass mechanische, chemische und biochemische Möglichkeiten in Betracht gezogen werden.

Reinigung der Zunge (mechanisch)

Bei verstärktem Zungenbelag sollte dieser regelmäßig entfernt werden. Da sich auf der Zunge besonders viele Mikroorganismen befinden,[1] sollte die Zunge auch Im Zentrum aller Therapieansätze stehen. Die Zungenreinigung hat einen unmittelbaren Effekt auf den Mundgeruch, da die Anzahl der Bakterien oberflächlich reduziert wird, während die Papillen unverändert bleiben.[2] Vor allem das mittlere und hintere Drittel der Zunge sollte darum zwei- bis dreimal täglich kontrolliert mit der Hilfe eines Zungenreinigers gereinigt werden (zum Beispiel der GUM® HaliControl® Zungenreiniger). Zungenreinigung sollte immer Bestandteil der Therapie sein.

Inaktivierung geruchsbildender Bakterien (chemisch)

Bei Mundgeruch müssen nicht zwingend alle Bakterien inaktiviert werden, sondern es reicht, sie daran zu hindern, weiter ihren Stoffwechsel auszuführen. Daher sind chlorhexidinhaltige Produkte hier nicht angezeigt. Außerdem kann eine längere Anwendung eine braune Verfärbung der Zähne und Zunge hervorrufen und zu Störungen des Geschmackssinns führen, weshalb von einer Behandlung damit abzuraten ist.

Aminfluoride und Zinkfluoride haben ebenfalls eine gute antibakterielle Wirkung, die darauf beruht, dass das oberflächenaktive AmF ebenso wie CHX auf allen Oberflächen der Mundhöhle adsorbiert wird.

Auch Cetyl-Pyridin-Chlorid (CPC) und essentielle Öle besitzen eine sehr gute antibakterielle Wirkung und reduzieren so Mundgeruch. Hier kommt es zu einer Adhäsion zwischen Öltröpfchen und Bakterien, die durch das CPC verbessert wird.[3]

Hemmung von Enzymen (biochemisch)

Die Bakterien setzen beim Stoffwechsel Enzyme frei, darunter auch solche, die Proteine und Aminosäuren abbauen. Durch Zink kann diese enzymische Reaktion gestoppt und damit Mundgeruch bekämpft werden.

Bindung der geruchsbildenden Stoffe

Geruchsbildende Stoffe wie flüchtige Schwefelverbindungen können durch Cyclodextrin gebunden werden. Es umschließt die Schwefelverbindungen und sorgt somit dafür, dass sie nicht mehr riechen. Zink trägt ebenfalls dazu bei, die Schwefelverbindungen zu binden.

Wirkung von GUM® HaliControl®

Die GUM® HaliControl®-Produkte beinhalten CPC, essentielle Öle, Zink und Cyclodextrin – diese Stoffe wirken an verschiedenen Stellen und sorgen dafür, dass flüchtige Schwefelstoffverbindungen neutralisiert, Enzymreaktionen gehemmt, geruchsverursachende Bakterien beseitigt und blockiert werden und sorgen außerdem durch verschiedene Aromakomponenten für einen frischen Atem.

Für Unterwegs – GUM® HaliControl® Lutschtabletten – Ein natürlicher Ansatz bei temporärem Mundgeruch

Die pflanzlich aktivierten Polyphenole neutralisieren Mundgeruch der durch Nahrung, Alkohol und Tabak entsteht und geben den Betroffenen Sicherheit.

Die Oberfläche der Lutschtabletten sorgt weiterhin dafür, dass Zungenbelag reduziert wird und durch das Lutschen wird die Speichelproduktion angeregt. Es kommt zu einer „Verdünnung“ der Geruchskomponenten und somit zu einer Reduktion des Mundgeruchs.

 

[1] Tonzetich, Joseph. "Production and origin of oral malodor: a review of mechanisms and methods of analysis." Journal of periodontology 48.1 (1977): 13-20.
[2] Bordas et. al. Archives of oral biology 53, Suppl. 1 (2008) S13–S18
[3] Pitts G., Brogdon C., Hu L., Masurat T., Pianotti R., Schumann P.: Mechanism of action of an antiseptic, anti-odor mouthwash. J. Dent. Res. 1983; 62: 738-742.