Aphthen sind akut auftretende, schmerzhafte, weißgelbliche, fibrinöse Schleimhautdefekte mit rotem Hof. Sie sind leicht erhaben, rundlich-oval und meist linsengroß.

 

Die Betroffenen berichten am Anfang über leicht brennende Schmerzen, Prickeln und ein Spannungsgefühl. Nach etwa 6-24 Stunden etablieren sich nach einem kurzen Bläschenstadium eine oder mehrere schmerzhafte Läsionen. Die Schmerzen entstehen dadurch, dass bedingt durch die Schädigung der obersten Schicht der Mundschleimhaut die Nervenenden freiliegen. Essen, Trinken, Luft und Speichel können diese freiliegenden Nervenenden reizen und noch mehr Schmerzen verursachen. Dies kann auch die Heilung verzögern.

Grundsätzlich werden bei Aphthen drei verschiedene Typen unterschieden:

Typus Minor (Mikulicz)

Der Typus Minor ist mit 80-90 % die häufigste Form. Er tritt episodisch ca. 3-6 mal pro Jahr auf und manifestiert sich an der nicht-keratisierten oralen Muccosa von Wange, Lippe oder Zunge. Die Defekte sind kleiner als 10 mm, und es erfolgt nach 7-10 Tagen eine narbenfreie Abheilung. Es handelt sich in der Regel um wenige Läsionen, die meist isoliert sind. Die Schmerzen klingen nach ca. 5 Tagen ab.

Typus Major (Sutton)

Diese Form ist selten, sie tritt nur bei ca. 10 % aller aphthoiden Läsionen auf. Hierbei handelt es sich um tiefe ulzerierende Läsionen, teils bis in die Muskulatur hinein. Die Defekte sind größer als 10 mm, die Abheilung erfolgt nach 2-4 Wochen unter Narbenbildung und starken Schmerzen.

Typus Herpetiformis (Cooke)

Die sehr seltene Aphthosis herpetiformis entspricht vom Verlauf her weitgehend der Minor Form. Auffallend hier ist, dass sehr viele Läsionen vorhanden sind und es kein Bläschenstadium gibt. Auch hier erfolgt die Abheilung narbenfrei nach 7-10 Tagen.